
Der ÖRR am Puls der Zeit
15. Januar 2009Da stürzt ein Airbus in den Hudson. Die Aufregung ist groß und dementsprechend schalten die „tagesthemen“ gleich mal zum Amerika-Korrespondenten. Der meint, „es ist noch nicht klar, ob die Maschine geöffnet wurde … wahrscheinlich ist sie noch dicht.“
Gleichzeitig meldet Spiegel Online, dass alle Passagiere gerettet sind (gut, das muss nicht viel heißen), bei der NYT sieht man Fotos (von einem lokalen Nachrichtensender), auf denen klar zu sehen ist, dass die Türen vorne (bin kein Aviationsspezialist) geöffnet sind, dass Menschen in Schlauchboote verladen werden und eine stattliche Anzahl Leute auf den Tragflächen rumturnt.
Soviel zum „Informationsvorsprung“ der öffentlich-rechtlichen Medien. Korrespondentennetz in Ehren, aber der Mensch sieht in seinem Studio auch nicht sooo viel (und hat wahrscheinlich kein Internet, weil: ARD muss sparen).
P.S. Jetzt gibt er doch noch zu, dass alle raus sind. Klingt richtig kleinlaut jetzt, der Thomas.